Dez 122012
 

Zu meiner Freude hätte sich im März nächsten Jahres die in vielerlei Hinsicht bewundernswerte Amanda Palmer mal in erreichbarer Nähe die Ehre gegeben, und das in heimeliger Club-Atmosphäre, da wurden alle Konzerte der anstehenden Tour und des Frühjahrs abgesagt.
Ein sehr guter Freund war an Krebs erkrankt und Amanda wollte ihm bei der anstehenden Therapie zur Seite stehen. Absolut nachvollziehbar, aber sicher nicht immer selbstverständlich, wenn Kommerz vor Menschlichkeit geht.

So brachte ich also heute die gekaufte Karte beim Kartenvorverkauf zurück. Nach längerem Herumsuchen bestätigte die EDV der Dame am Schalter eine „Stornofreigabe“ und das Geld konnte ausbezahlt werden.
Die Frau hielt kurz in inne, schaute auf das Ticket, las still den Namen des absagenden Künstlers („Amanda Palmer and The Grand Theft Orchestra“) und sinnierte mit den Worten „Wer woas für was es guat is…“ in sich hinein.

Geheimes Insiderwissen? Eine verhinderte Zen-Meisterin? Oder allgemeine Resignation an den Unwägbarkeiten das täglichen Lebens?

– Martin –