Wiederum ein, zwei eigene
und unzählige weitere gesammelte,
vielfältige...

 

Aphorismen
Gedanken,
Sprüche,
Songtext-,
Prosa-
und
Gedichtauszüge

 

 

 

 

 

Derjenige,
welcher den
drängenden Wunsch
nach einem einfachen,
unkomplizierten
Leben
verspürt
- der hätte sich
eben gleich
als Regenwurm
inkarnieren
müssen.

 

 

Nichts ist leichter, als so zu schreiben, daß kein Mensch es versteht;
wie hingegen nichts schwerer ist, als bedeutende Gedanken so auszudrücken,
daß jeder sie verstehen muß.

- Arthur Schopenhauer -

 

 

Je mehr Verbot, umso mehr Übertretung.
Je mehr Vorschrift, umso mehr Nichterfüllung.

- Lao Tse -

 

 

Der Mensch hat es so gern, wenn man über ihn spricht,
daß ihn sogar eine Unterhaltung über seine Fehler entzückt.

- André Maurois -

 

 

Erfolg ist nur halb so schön,
wenn es niemanden gibt,
der einen beneidet.

- Norman Mailer -

 

 

Dummköpfe:
Alle, die nicht so denken wie wir.

- Gustave Flaubert -

 

 

Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich,
wie Dummheit mit guten Manieren.

- Voltaire -

 

 

Manche Menschen rufen Freude hervor, wohin immer sie gehen;
andere Menschen wiederum nur, wenn sie gehen.

- Oscar Wilde -

 

 

Toleranz zu üben erscheint wünschenswert.
Nicht allerdings gegenüber den Intoleranten.

- Wilhelm Busch -

 

 

Alle Menschen sind nicht so schlecht,
wie ein schlechter Mensch denkt.

- Ivo Andric -

 

 

Man sollte die Dinge so nehmen, wie sie kommen.
Aber man sollte auch dafür sorgen,
daß sie so kommen, wie man sie nehmen möchte.

- Curt Goetz -

 

 

Wer jeden Abend sagen kann: ich habe gelebt,
dem bringt ein jeder neue Morgen einen Gewinn.

- Seneca -

 

 

In aller Regel ist es gerade
das pragmatisch Nutzlose,
das ökonomisch Zweckfreie,
welches unsere Existenz
erst lebenswert und bedeutungsvoll macht.

 

 

 

 

We lost the skyline
We stepped right off the map
drifted into blank space
and let the clocks relapse

Porcupine Tree
"The Sky Moves Sideways"

 

 

 

Und da sprach er: "Ich muß umkommen, daran ist kein Zweifel; es gibt keinen Weg zur Befreiung aus diesem engen Gefängnis!"

- "Die Geschichte von Ali Baba und den vierzig Räubern" -

 

 

 

Zum passenden, vergnüglichen Abschluß noch ein paar der besten Sprüche des fränkischen Biedermannes und Weltphilosophen Erwin Pelzig:

Evolution ist die Entwicklung
vom Tümpel hinein
in den Fernsehsessel.

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Heimat ist dort, wo ich herkomm,
wo mich jeder kennt.
Wo ich über die Straße geh,
und jeder sagt: Hau ab!

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Familie ist der genetische
Zusammenschluß von Menschen,
die sonst vielleicht gute Feinde
geworden wären.

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Camping ist der Zustand,
wenn der Mensch
seine eigene Verwahrlosung
als Erholung empfindet.

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Das Image ist das,
was man bräucht,
daß die anderen denken,
daß man so ist,
wie man gern wär.

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Fast Food heißt schnelles Essen.
Es ist schnell gekocht,
schnell gegessen, und
man möchte es auch
schnell wieder loswerden.

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Marketing ist die Kunst,
Geld zu verlangen, das keiner hat,
mit Argumenten, die es nicht gibt,
für ein Produkt, das niemand will,
auf einem Markt, den keiner kennt.

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Toleranz ist eine Geisteshaltung,
welche die anderen erreichen müßten,
damit sie endlich so denken wie ich.

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Okay, okay, als - unverlangte - Zugabe gibt's nun noch ein paar grandiose Fragmente des deutschen Verseschmieds Rainer Maria Rilke (mit dem ich bislang ansonsten leider eher wenig anzufangen wußte), die mir aus der faszinierenden Bühnenaufführung "Das Rilke Projekt - Zwischen Tag Und Traum", in welcher dessen anspruchsvolle Dichtung und hinzukomponierte schwelgerische Musik kongenial miteinander verwoben wurden, im Gedächtnis hängen blieben.

 

Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem?
Berge ruhn, von Sternen überprächtigt;
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.

...

Und wir sind nicht mehr zag,
unser Weg wird kein Weh sein,
wird eine lange Allee sein,
aus dem vergangenen Tag.