{"id":783,"date":"2017-07-30T12:42:39","date_gmt":"2017-07-30T10:42:39","guid":{"rendered":"https:\/\/zine-with-no-name.de\/zwnnblog\/?p=783"},"modified":"2019-11-16T17:33:07","modified_gmt":"2019-11-16T16:33:07","slug":"trust-im-amphitheater-theatre-des-champs-in-carcassonne-am-21-juli-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zine-with-no-name.de\/zwnnblog\/trust-im-amphitheater-theatre-des-champs-in-carcassonne-am-21-juli-2017\/","title":{"rendered":"TRUST im Amphitheater &#8222;Theatre Des Champs&#8220; in Carcassonne am 21. Juli 2017"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-789\" src=\"https:\/\/zine-with-no-name.de\/zwnnblog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/WP_20170721_20_34_19_Pro.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/zine-with-no-name.de\/zwnnblog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/WP_20170721_20_34_19_Pro.jpg 600w, https:\/\/zine-with-no-name.de\/zwnnblog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/WP_20170721_20_34_19_Pro-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Trust im ehrw\u00fcrdigen bestuhlten Amphitheater Theatre Des Champs in Carcassonne beginnen bei Tageslicht den Set souver\u00e4n. Nacheinander betreten die Musiker spielend die B\u00fchne und steigen vehement in den (unbekannten) den Opener &#8222;Archange&#8220; ein. Carcassonne singt begeistert die Zeilen&#8220;\u2026 ni dieu, ni maitre\u2026&#8220; mit, bevor nahtlos &#8222;Marche ou Creve&#8220; folgt. Ein fulminates und entsprechend gefeiertes &#8222;Fais o\u00f9 on te dit faire&#8220; macht endg\u00fcltig klar, dass es hier nicht nur die Greatest Hits Show gibt, sondern etwas f\u00fcr die Eingeweihten. Schlie\u00dflich stammt letztgenannter Song vom umstrittenen Album 13 a la table. Die Band macht die ganzen 90 Minuten \u00fcber einen extrem spielfreudigen, bissigen und inspirierten Eindruck. Genau das holt nach sp\u00e4testens 20 Minuten auch den letzten Skeptiker in der ausverkauften Arena ab. Der neue jugendliche Drummer Chris Dupoy belebt und treibt die Rhythmussektion mit dem zur\u00fcckgekehrten Virtuosen David Jacob am Bass nach vorne. Alsdann spuckt ihm Bernie regelm\u00e4\u00dfig Wasser auf den Kopf. Izo Diop an der Rhythmusgitarre spielt einen eher punkverhaften Stil, der aber in der Simplizit\u00e4t dem Tempo gut tut und den Kontrast zu Nono bildet. Bernie Bonvoisin, wie immer v\u00f6llig unmetallisch gewandet mit Hawaiihemd und Sommerhut , hat so das Fundament seine links gepr\u00e4gten Lyrics entsprechend pr\u00e4gnant in Szene zu setzen. Und dann ist da nat\u00fcrlich der \u201eBoss\u201c Nono, Norbert Krief, an der Leadgitarre. Er ist als einziger kleidungsstilistisch eindeutig als Rockstar erkennbar und zieht die volle Show des glitzernden Gitarrenhelden durch, der dabei aber immer sympathisch und l\u00e4chelnd, song- und banddienlich spielt, sich aber niemals in Selbstdarstellung verliert. Die Band treibt sich durch einen Set mit Klassikern und vergessenen Perlen (&#8222;Surveille ton look&#8220;) und vier neuen unbekannten Songs. Diese haben stilistische Bandbreite, sind latent bis offen aggressiv und lassen folglich auf ein gro\u00dfartiges neues Werk hoffen. Am meisten Anklang fand (nat\u00fcrlich) der Boogie Song, einer der Sorte, auf den man bei AC\/DC seit Bad Boy Boogie wartet. Frech dort zitiert und ins heutige Frankreich katapultiert, Chapeau! Als Setcloser ein w\u00fctend forderndes &#8222;L\u2018Elite&#8220;, bevor die obligatorische Zugabe &#8222;Antisocial&#8220; den Auftritt triumphal beendet. Auch bei letztgenannten Songs kommt nicht ein Sekundenbruchteil der Eindruck auf, dass es sich um eine blo\u00dfe Reunion wegen des Geldes handelt. Hier haben die zwei Veteranen Bernie und Nono nochmal Blut geleckt und lassen sich mit drei weiteren hervorragenden Musikern nach vorne tragen. \u00dcbrigens hielt sich Bernie mit politischen Aussagen w\u00e4hrend des Auftritts zur\u00fcck, schlie\u00dflich wollten Europe ja drei\u00dfig Minuten sp\u00e4ter das Publikum zur selben Euphorie herausfordern. Allerdings war das Finale des Trustgigs hinsichtlich lautstarker Publikumsovationen \u00fcber die inzwischen n\u00e4chtliche Cit\u00e9 von Carcassonne nicht mehr zu toppen. F\u00fcr einen Festivalauftritt vergebe ich 5 von 5 Sternen. Nat\u00fcrlich ist bei einem gemischten Publikum immer Luft nach oben. Deswegen geht es im November auch nochmal nach Paris, um Trust dort vor eigenem Publikum zu sehen.<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/gdTBgFV0t1g?rel=0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" width=\"420\" height=\"236\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/center><em>&nbsp;&#8211; Dirk &#8211; 07\/2017<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trust im ehrw\u00fcrdigen bestuhlten Amphitheater Theatre Des Champs in Carcassonne beginnen bei Tageslicht den Set souver\u00e4n. Nacheinander betreten die Musiker spielend die B\u00fchne und steigen vehement in den (unbekannten) den Opener &#8222;Archange&#8220; ein. Carcassonne singt begeistert die Zeilen&#8220;\u2026 ni dieu, ni maitre\u2026&#8220; mit, bevor nahtlos &#8222;Marche ou Creve&#8220; folgt. 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