{"id":826,"date":"2018-04-06T18:40:40","date_gmt":"2018-04-06T16:40:40","guid":{"rendered":"https:\/\/zine-with-no-name.de\/zwnnblog\/?p=826"},"modified":"2018-04-06T18:40:40","modified_gmt":"2018-04-06T16:40:40","slug":"return-of-verbraucherhinweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zine-with-no-name.de\/zwnnblog\/return-of-verbraucherhinweise\/","title":{"rendered":"Return of Verbraucherhinweise"},"content":{"rendered":"<p>Das neue Album von Turbonegro ist nicht auf ungeteilte Begeisterung gesto\u00dfen, aber das l\u00e4uft ja schon so seit dem letzten S\u00e4ngerwechsel (Goodbye Hank, Hello Tony). Auch musikalisch f\u00e4hrt die Band auf \u201eRockNRoll Machine\u201c nicht mehr auf der Schiene der Neunziger-Platten, das Wilde und Ungest\u00fcme ist kontrollierter Offensive gewichen (w\u00fcrde zumindest Otto Rehhagel sagen). Bereits das Bandlogo im Eighties-Scorpions-Style zeigt, wohin die Reise geht: teilweise ziemlich pr\u00e4sente Keyboards, die Gitarren deshalb aber nicht zum Schattendasein verdammt. F\u00fcr die Fans der alten Schule d\u00fcrfte trotzdem phasenweise zu viel Synthie-Kleister an Bord sein, obwohl die erste Viertelstunde durchaus guten Hardrock zu bieten hat (Anspieltipp: \u201eHurry up &amp; die\u201c). \u201eSkinhead Rock &amp; Roll\u201c oder die \u201eJohn Carpenter Powder Ballad\u201c wecken keine uneingeschr\u00e4nkt positiven Erinnerungen an die Achtziger \u2013 von diesen Keyboards kriegt man sp\u00e4ter vermutlich mal Karies. Die Texte sind gewohnt derb-humorvoll und auch eine \u201eSpecial Education\u201c im Turbonegro-Stil ist mit Sicherheit nicht jugendfrei.<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/U_GQK_eCNf8?rel=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p>LONG DISTANCE CALLING sind im ZWNN letztmalig <a href=\"https:\/\/www.zine-with-no-name.de\/hoeren\/enemies_of_the_sun_herbstmusik2012.htm#ldc\">im Rahmen der Herbstmusik<\/a> aufgetaucht. Mit ihrem neuen Album \u201eBoundless\u201c (jetzt wieder rein instrumental) hat die Band gut abger\u00e4umt, die Kritiken waren gr\u00f6\u00dftenteils hervorragend. Obwohl das Artwork zun\u00e4chst an nebelverhangene Herbsttage denken l\u00e4sst, funktioniert \u201eBoundless\u201c auch zu anderen Gelegenheiten. Die Kompositionen kommen gut auf den Punkt, sind raumgreifend, ohne aber ins Diffuse abzudriften. F\u00fcr manche Kritiker ist das zwar zu wenig Metal und zu sehr \u201eStudentenmusik\u201c, aber das hat die Band nicht zu st\u00f6ren, zumal Besserwisser und Dauern\u00f6rgler ja immer etwas zu bem\u00e4ngeln haben (und wenn es blo\u00df \u201eHipster-B\u00e4rte\u201c sind).<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/PU7WE1XejEk?rel=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center><center><\/center><center><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Nachtfalter fliegt wieder: Vielleicht starten BLACK MOTH ja diesmal gr\u00f6\u00dfer durch, was eigentlich schon beim Vorg\u00e4nger \u201eCondemned to Hope\u201c m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Verglichen mit dem letzten Album sind die Engl\u00e4nder auf \u201eAnatomic Venus\u201c etwas zur\u00fcckhaltender und ernsthafter geworden, was sich nach mehreren H\u00f6rdurchg\u00e4ngen nicht als Nachteil entpuppt. Die neue Scheibe ist nur phasenweise eben nicht so eing\u00e4ngig wie es noch auf ihrem 2014er Longplayer der Fall war, aber trotz knackigerer Einzelhits auf \u201eCondemned&#8230;\u201c haben BLACK MOTH nicht an Qualit\u00e4t verloren.<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/VSh8OWfGXLg?rel=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem uns die Existenz eines neuen EA80-Albums (\u201eDefinitiv: Ja!\u201c vom Oktober 2017) bis vor Kurzem doch glatt verborgen geblieben ist, sollen wenigstens DIE SKEPTIKER zeitnah Erw\u00e4hnung finden. Seit ihrem Deb\u00fctalbum waren sie f\u00fcr mich zwar unregelm\u00e4\u00dfige, dennoch stets vorhandene musikalische Wegbegleiter. Besonders markant ist die Band durch den theatralischen, unverwechselbaren Gesang von Eugen Balanskat \u2013 daran hat sich auch auf \u201eKein Weg zu weit\u201c nichts ge\u00e4ndert. Im Jahr 2018 spielen DIE SKEPTIKER immer noch ihren melancholischen, nachdenklichen Punkrock mit politischem Bewusstsein und sind dabei so eigenwillig geblieben wie die eingangs erw\u00e4hnten EA80.<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/a0uTH3xyciA?rel=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center>&nbsp;<\/p>\n<p>Last but not least haben auch die Kalifornier FU MANCHU ein neues Album ver\u00f6ffentlicht, das sich \u201eClone of the Universe\u201c nennt und mit Alex Lifeson von Rush einen prominenten Gast zu bieten hat. Die Platte besteht, wenn man so will, aus zwei Variationen des Band-Sounds: Seite A enth\u00e4lt kurze, schnell auf den Punkt kommende Rocksongs mit durchschnittlich drei Minuten L\u00e4nge, w\u00e4hrend \u201eIl Mostro atomico\u201c auf Seite B (hier ist Lifeson zu h\u00f6ren) einer ausgedehnten Jam-Session gleicht und mit satten 18 Minuten durchs Ziel geht (auf CD funktioniert das A\/B-Konzept nat\u00fcrlich weniger, klar). Beides t\u00f6nt in fetter Produktion sehr \u00fcberzeugend und zeigt keine Schwachstellen, sodass man das Album jedem empfehlen kann, der generell mit Stoner Rock von Kyuss bis neuere Kinski etwas anzufangen wei\u00df.<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/g-rUELGvgvM?rel=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center><br \/>\n<em>&#8211; Stefan &#8211; 04\/2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Album von Turbonegro ist nicht auf ungeteilte Begeisterung gesto\u00dfen, aber das l\u00e4uft ja schon so seit dem letzten S\u00e4ngerwechsel (Goodbye Hank, Hello Tony). 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