Frauengold am Steuer – Kess und unbekümmert

Hier ein paar Fundstücke, die man einfach mal gesehen haben sollte. sie geben einen interessanten (wenn auch herausgehobenen) schlaglichthaften Einblick in den herrschenden kulturellen Zeitgeist früherer Jahrzehnte und eine flüchtige Ahnung von dessen Wandel, bezogen auf das Rollenbild and allgemeine Ansehen der Frau. Die beiden folgenden Clips sollte man sich eigentlich gemeinsam mit Anderen anschauen. gemeinsam darüber lachen, sich fremdschämen, die Stirn runzeln – und mindestens eine Stunde lang diskutieren. Sich die nötige gegenseitige moralische Unterstützung leisten.


Haha, das ist in eigentlich jedem einzelnen Wort und Bild, auf so vielen Ebenen einfach nur schrecklich, man mag kaum glauben, daß es tatsächlich mal einen breiten Gesellschaftlichen Konsens gab, der solche Fernsehbeiträge möglich machte und nicht als Herabwürdigung ächtete. Da hat, diese beiden TV-Schnipsel mal oberflächlich verallgemeinernd als Vergleichsmaßstab heranziehend, in den letzten 40, 50, 60 Jahren die feministische Bewegung scheinbar doch einiges bewirkt. Sich das aus heutiger Perspektive anzusehen, mann, das tut ja fast schon körperlich weh, haha. Da ich fast zeitgleich darauf aufmerksam wurde, sei dies nachgereicht als gegenwärtiges Positivbeispiel einer jungen Frau, die selbstbestimmt und kreativ mit heutiger Technik und medialer Präsentation umgeht. Beeindruckend.

(Und ich bin nun ein kleines bißchen neidisch und angefixt, hinsichtlich dieser ganzen coolen Gadets, die sie da benutzt. Sowas will auch haben!!)

– Heiko –

2 Kommentare

  1. Nun stellt euch einfach mal vor, jemand würde sowas in der art der “Frauengold” oder “7. Sinn”-Clips im jahre 2011 veröffentlichen! Der SHITSTORM, der über denjenigen käme, wäre wahrlich kaum ausdenkbar, haha!

  2. Hm, irgendwie sagt mir “Frauengold” auch noch was.
    Das Zeug muss ja bis in die 70er verkauft worden sein. Was war da drin? Codein? Heroin?
    Auf jeden Fall verlangen diese Clips ein Gegengewicht.
    Bikini Kill hatten nie den großen Durchbruch, gaben wenige Interviews und nahmen ihre Art von Riot-Grrrl-Feminismus sehr ernst.

    Die Schlagzeugerin von Bikini Kill, Tobi Vail, war eine Zeit lang mit Kurt Cobain liiert und verwendete das Deo – war erräts? – “Teen Spirit”. Was Sängerin Kathleen Hanna dazu inspirierte, den Satz “Kurt smells like Teen Spirit” an die Wand in Kurts Wohnung zu schreiben. Der Rest ist Geschichte. Weiß zumindest Wikipedia.

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