Feb 122018
 

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Bluessommer erzählt die Geschichte eines Rockmusik-verrückten Teenagers, der sich in der DDR der 80er Jahre durchschlägt und davon träumt Musiker zu sein und in einer erfolgreichen Band zu spielen. Es geht um Liebe, Freiheit, Sex und Suff.

Mike verlässt seine erste Band, will raus aus der Provinz. Er sucht sein Glück in der Hauptstadt Berlin und studiert Musik. Den letzten Sommerurlaub vor seinem Studium feiert er auf Rockfestivals ab, will mit Floyd und Porni bis an die Ostsee trampen. Gierend nach Freiheit und selbstbestimmten Leben treibt es Mike schließlich bis nach Budapest.

– Falko – 02/2018

Jan 292018
 

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“Waren die Neunziger wirklich so schlimm?” titeln die Kollegen vom Deaf Forever auf dem Cover ihrer momentan noch am Kiosk erhältlichen aktuellen Ausgabe (bis zum 14. Februar, danach natürlich in deren Shop nachbestellbar). Echtmetaller werden die oben genannte Frage ohne allzu lange Bedenkzeit mit einem lautstarken “Ja!” beantworten, denn die Neunziger bestanden ja ausschließlich aus dem ganz schlimmen Grunge, der bekanntlich ganz allein den Metal ermordet hat, und dem noch schlimmeren Nu Metal à la Korn und Weichkeks (Limp Bizkit).

Lässt man das Fallbeil nicht ganz so schnell nach unten sausen, fallen einem aber doch diverse Alben ein, die vielleicht gar nicht so schlecht waren. In ihrem allseits bekannten “Listenwahn” stellten die DF-Redakteure eine Top-200er-Auswahl und eine zweite Garnitur mit weiteren zumindest erwähnenswerten Scheiben der Neunziger zusammen. Etliches war in sich stimmig, aber es gab auch Ausfälle und Versäumnisse, die dem “Bayernkurier des Heavy Metal” (als Verfechter der reinen metallischen Lehre) eigentlich nicht hätten passieren dürfen.

Da springt man doch gern in die Bresche, rückt unterbewertete Platten ins rechte Licht und stellt außerdem Werke vor, die im DF gleich komplett unberücksichtigt blieben. Einen Anspruch auf “Vollständigkeit” (wäre ein Irrsinn bei einem ganzen Jahrzehnt) gibt’s natürlich auch bei uns nicht. Erboste Schmähbriefe oder grenzenlose Huldigungen bitte an die im Impressum aufgeführten Mailadressen und nun viel Spaß beim Lesen!

– Stefan – 01/2018

Sep 162017
 

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Der Vorgänger “The Church Within” (1994) war bis dato das letzte Lebenszeichen von THE OBSESSED, ihr bestes Album noch dazu, und wurde zum (heimlichen) Doom-Metal-Klassiker. Mastermind Wino war in der Zwischenzeit nicht untätig und spielte in Bands wie SAINT VITUS, SPIRIT CARAVAN, THE HIDDEN HAND, PLACE OF SKULLS oder PREMONITION 13. Die Rückkehr zur früheren Wirkungsstätte war dennoch etwas Besonderes, wobei es nach Winos Abschied bei SAINT VITUS auch bei THE OBSESSED einige personelle Turbulenzen gab: Die zwischenzeitlich vorhandene Position einer zweiten Gitarre ist bereits wieder Geschichte und auch der Bassist (auf “Sacred” noch zu hören) musste neu besetzt werden.

– Stefan – 09/2017

Jul 302017
 

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In den Achtzigern waren Noise Records aus Berlin eine der bekanntesten Schmieden für Schwermetall diverser Couleur: Zu Labelprogramm gehörten Kreator, Celtic Frost, Tankard, Coroner, Voivod, Helloween und Running Wild, später auch Gruppen wie Sabbat, Skyclad und Gamma Ray. Nicht wenige dieser Bands verbinden mit Noise eher zwiespältige Erinnerungen, speziell Tom G. “Warrior” Fischer (einst Hellhammer und Celtic Frost, heute Triptykon) lässt in der Rückschau kaum ein gutes Haar an dem Label.

– Stefan – 07/2017

Nov 292015
 

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scorps_blogSchau an, 50 Jahre die Scorpions….! Sachen gibt’s! Na ja, 20 bis 30 Jahre hätten’s meiner Meinung nach auch getan. Um das aber hier direkt mal klar zu stellen: Ich bin wirklich Fan der Band. Ich kann es bis heute immer noch kaum fassen, wie gut die Band zwischen’75 und ’85 war und was sie erreicht hat.
Anlässlich des Jubiläums veröffentlichen die nicht immer geschmackssicheren Scorpions (siehe Foto links) nun einige ihrer Albenklassiker als sog. 50th Anniversary Edition mit allem Pipapo…., 180 Gramm Vinyl, Bonus Tracks, schicke CD-Schuber usw.

– Falko –

Nov 082015
 

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Der Bassist meiner Band kam letztens auf mich zu und meinte ich solle mir unbedingt Kadavar anhören – Stil: Sabbath, Pentagram und irgendwie Stoner-Retro-Rock. Ich kramte ein bisschen im Internet, las das ein oder andere Interview und stellte dabei erstaunt fest, dass die Band bereits mit ihren Alben in den Charts war…. the next big thing? Kadavar nehmen ihre Musik stilecht weitestgehend analog auf, einen Ansatz den ich sympathisch finde. Von daher musste ich nicht lange überredet werden mit auf’s Konzert in die Kölner Kantine zu gehen um zu hören, wie sie live klingen.

– Falko – 11/2015

Okt 222015
 

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“Nicht für eine Millionen Pfund würde ich diesen Schrott nochmal spielen wollen…”, äußerte Pink Floyd Bassist Roger Waters 1984 in einem Interview mit Radio BBC 1 über das 1970er Werk “Atom Heart Mother”. Schade, ist es doch eines meiner Pink Floyd Lieblingswerke. Schon (fast) alleine des unglaublichen Artworks wegen, ein Foto einer beliebigen Kuh auf irgendeiner Weide in England… grandios!
– Falko –

Aug 192014
 

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undertheskin_smallIn Jonathan Glazers Sci-Fi-Psycho-Horror-Sozialstudien-Fakedoku-Drama “Under The Skin” prallen die Widersprüchlichkeiten aufeinander und gehen eine bizarre Symbiose ein, die kein Rezipient irritationsfrei überstehen dürfte. Authentische, teils mit versteckter Kamera gefilmte, realitätscharfstellende und dann andererseits überstilisierte surreal wirkende Sequenzen. Nüchterne, bodenständige Alltagsbeobachtungen und dazu kontrastierend ein beunruhigender, zuweilen hypnotischer, zuweilen nervenzerrender, Geräuschkulisse inkludierender Soundtrack. Menschen und Umwelt in unmittelbarer Lebensnähe, bar jeglicher Intimität durch die Fischaugenlinsigkeit einer fremdartigen, isolierten Entität betrachtet. Ein schlichter, vor allem in der ersten Hälfte relativ repetitiver Plot und so gut wie überhaupt keine die vorhandenen Unklarheiten beseitigende Exposition, begleitet von umgemein reichhaltigem Subtext und Symbolismus. Scarlett Johansson, ein weitläufig bebilderter und prominenter Filmstar, völlig jenseits allen Glamours und aller Pose agierend. Zieht sie ihrer Figur situationsbedingt eine emotive humane Maske auf, sind nur wir als mittreibende dritte Person in der Lage ihr gruseliges Doppelspiel zu durchblicken.

– Heiko –

Apr 022014
 

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Das Phänomen Laibach, Teil des im damaligen Jugoslawien entstandenen Künstlerkollektivs NSK alias „Neue Slowenische Kunst“, ist ein Quell jahrzehntelanger Inspiration und zugleich hartnäckiger Missverständnisse. Geboren aus dem künstlerischen Konzept der „Retro-Avantgarde“ entstehen Musik und Kunst mit Potenzial zu großer Kontroverse. Immer wieder sollen Laibach erklären, dass sie weder einem plumpen Uniformfetisch erlegen sind, noch dass sie affirmativ totalitären Ideologien wie dem Faschismus huldigen.

– Stefan –